Mobilitätsdrehscheibe Stadtleben braucht Bewegung.
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Häufig gestellte Fragen

projekt augsburg city – bereit anzufangen
9. September 2010 /// Augsburg war sehr lange Zeit eine führende europäische Metropole. Heute hat unsere Stadt eine große Chance auf erneutes Wachstum – durch Qualität. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das projekt augsburg city. Wir sind das zweitgrößte Zentrum in der Europäischen Metropolregion München und ein zunehmend wichtiger Standort für industrielle Zukunftsbranchen. Unsere Bürger, Unternehmen, Institutionen und Partner aus der Region werden von einer Stadtplanung profitieren, die auf Qualität setzt und damit ein tragfähiges Fundament für zukünftige Entwicklungen baut.
Vernetzte Baumaßnahmen
Das projekt augsburg city umfasst unterschiedliche Baumaßnahmen in der Augsburger Innenstadt, die mit einander vernetzt sind. Ziel ist die qualitätvolle Erneuerung der City. Verkehrswege, Aufenthaltsorte und Bauwerke werden neu gestaltet, damit sie den Anforderungen an eine moderne, lebendige Stadt gerecht werden. Dazu gehören der Neubau von Königsplatz und Hauptbahnhof, die Neugestaltung der Fußgängerzone und der Maximilianstraße, aber auch der neue Elias-Holl-Platz und viele weitere Vorhaben bis zum Umbau der Stadtmetzg. Die Stadt Augsburg und die Stadtwerke bauen an vielen dieser Maßnahmen gemeinsam. Das projekt augsburg city bringt mehr Lebensqualität und Mobilität in Augsburg. Die Stadt wird attraktiver – als Wirtschaftsstandort, als Touristenziel, als Einkaufs- und Erlebnisort und als Heimat für ihre Menschen.
Wir müssen einladen, wieder mehr »in die Stadt« zu gehen.

- Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
Gespräch mit Dr. Kurt Gribl,
Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
Wie wichtig ist projekt augsburg city für die Zukunft unserer Stadt?
Ich bin sehr erleichtert, dass wir uns bereits 2006 für eine umfassendere Betrachtung der Ziele der Innenstadt eingesetzt haben, statt uns nur auf das Umsteigedreieck am Kö zu konzentrieren. Heute wissen wir, das wäre zu kurz gesprungen. Wir stehen, wie viele andere Städte, durch den demografischen und strukturellen Wandel vor großen Herausforderungen. Und wir stehen als Stadt im Wettbewerb um die Gunst von Menschen und Unternehmen.
Was sind die wichtigen Trends für Städte?
Stichwort »Re-Urbanisierung.« Die Menschen ziehen wieder in die Städte. Sie erwarten urbane Lebensqualität, eine breite Infrastrukturausstattung, sowie verbesserte Mobilität und Erreichbarkeit. Für Unternehmen dominiert das Angebot an Fachkräften die Attraktivität einer Stadt. Und für Fachkräfte ist wiederum die Attraktivität der Stadt entscheidend: Es geht um Lebensqualität, attraktive Arbeitsplatzangebote und Wohnmöglichkeiten. Es geht um gute Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen. Und es geht um die Dynamik, die eine Stadt ausstrahlt. Für viele dieser Punkte ist projekt augsburg city ein zentraler Baustein.
2012 ist ein zentrales Jahr für projekt augsburg city. Warum?
In diesem Jahr werden wir in der Tat am offenen Herzen operieren. Der Umbau am Kö startet und fast gleichzeitig die Modernisierung der Fußgängerzone. Wir haben uns bewusst für einen Zeitpunkt parallel zum Kö-Umbau entschieden, um die Baustellenphase so komprimiert und dadurch so kurz wie möglich zu halten.
Was ist das Ziel der neuen Fußgängerzone?
Wir müssen einladen, wieder mehr »in die Stadt« zu gehen. In der Innenstadt kristallisiert sich Heimat. Die Fußgängerzone ist Bühne, Laufsteg und Schaufenster. Und damit ein zentraler Identifikationsort einer vitalen Innenstadt. Unsere Aufgabe ist, im wahrsten Sinne, den Boden zu bereiten. Ob mit Stöckelschuhen, Kinderwagen oder Rollstuhl, jeder muss sich komfortabel bewegen können. Und wir wollen Plätze, die ein urbanes Leben mit hoher Aufenhaltsqualität fördern.
Der Rückhalt in der Bevölkerung und im Handel ist groß. Viele wollen, dass es endlich losgeht. Können Sie die Vorfreude teilen?
Ja, natürlich. Doch das Wesen von Veränderung ist die Turbulenz, bevor eine neue Idee und ein neues Selbstverständnis entsteht. Es ist wichtig, dass wir alle das Ziel und unsere Vision behalten. Wir dürfen uns anstecken lassen von Vorfreude und Stolz. Die Zukunft von Augsburg wird gerade neu gebaut. Und glauben Sie mir, alle Beteiligten arbeiten hart daran, den Stress für die Menschen und den Handel so gering wie möglich zu halten.
Bereit für das Dritte Jahrtausend.
Experten beantworten Fragen – Prof Franz Pesch und Prof. Hartmut H. Topp sprechen ausführlich über die Vision projekt augsburg city.
»In Zukunft werden wir intelligenter unterwegs sein«

Gespräch mit Dipl.-Kfm. Norbert Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg
Der Umbau des Gleisdreiecks am Königsplatz beginnt im März 2012. Wie wichtig ist dieser Schritt?
Es ist ein Meilenstein. Mit dem Umbau des historischen Umsteigeknotens läuten wir ein neues Mobilitätszeitalter in Augsburg ein. 2011 sind 57 Millionen Fahrgäste mit unseren Linien gefahren. Und es werden noch mehr. Unsere Gesellschaft steht am Beginn des größten Mobilitätswandels seit der Erfindung des Automobils.
Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten verändern?
In den Städten der Zukunft werden weniger Autos fahren. Zu viele Autos bringen neben ökologischen, und ökonomischen auch praktische Probleme mit sich. In der Stadt von morgen gibt es keinen Raum für zusätzliche Straßen und Parkplätze. Das heißt nicht, wir werden weniger unterwegs sein, sondern intelligenter und umweltfreundlicher: Wir fahren mit Bus und Bahn in die Stadt und bewegen uns dort beispielsweise mit Leihfahrrädern weiter.
Was bedeutet der neue Königsplatz zukünftig für unsere Mobilität?
Mobilität bestimmt das Leben jedes Einzelnen. Sie ist die Basis für soziale Teilhabe, gesellschaftlichen Fortschritt, wirtschaftliches Wachstum, Selbstverwirklichung und Erfolg. Darum ist es uns wichtig, den größten Umsteigeknoten Augsburgs barrierefrei zu gestalten. Damit wirklich jeder – ob Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder ältere Personen – ein mobiles Leben führen kann.
Bis dahin bleibt Augsburg mit dem Ersatzplan für Bus und Tram mobil?
Der Kö-Umbau ist eine Operation am offenen Herzen des Nahverkehrs. Wir haben ein leistungsstarkes Liniennetz entwickelt, das den Anforderungen der Fahrgäste gerecht wird: Jeder kommt mit möglichst wenig Umsteigen ans Ziel – und ohne lange Wartezeiten. Trotz der Herkulesaufgabe halten wir den deutschlandweit sehr guten 7½-Minuten-Takt aufrecht.
Alle Beteiligten versuchen, die Abläufe so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten. Trotzdem bringen Bauarbeiten in dieser Größenordnung immer Einschränkungen mit sich. Dafür bitte ich Sie persönlich um Verständnis.
































