Großzügig gestalten, schöner flanieren

19. September 2011  ///  In den aktuellen Plänen zur Neugestaltung der Maximilianstraße wurden die Plätze vor den Ulrichskirchen, am Herkulesbrunnen und am Merkurbrunnen als städtebauliche Schwerpunkte herausgearbeitet. Der Ulrichsplatz wird in dem Konzept durch eine Freitreppe als nutzbare, ebene Platzfläche neu definiert. Der Bereich rund um den Herkulesbrunnen soll unter anderem durch einen Belagswechsel aufgewertet und betont werden.

Grundsätzlich soll der gesamte Straßenzug als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich gestaltet werden. Dazu werden die Gehwege auf beiden Straßenseiten von heute fünf auf sieben bis acht Meter verbreitert. Hier soll eine attraktive Flanier- und Verweilzone für Fußgänger entstehen. Auch die Außengastronomie findet auf diesen breiten Gehwegbereichen ausreichend Platz. Angedacht sind auch Bänke.

Eine Neuordnung gibt es auch beim Parken: Statt rechtwinklig wird das Auto parallel zum Straßenrand abgestellt. Durch diese Aufstellung wird ein symmetrisches Straßenbild erreicht, das der historischen Prachtstraße angemessen ist. Außerdem wird dadurch die Situation für die Radfahrer verbessert, für die neben den Stellplätzen ein Bereich mit ebenerem Pflaster vorgesehen ist. Im gesamten Bereich der Maximilianstraße werden die Hochborde rückgebaut. Stattdessen werden niedrige Rinnenkanten die Trennung zwischen Fußgänger- und Verkehrsbereich ersetzen.

Mit dem Umbau der Maximilianstraße werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass hier zukünftig auch eine Straßenbahn im Linienbetrieb verkehren könnte. Bei der Planung wurde darauf geachtet, die Gleistrasse und Haltestellen (am Ulrichsplatz und Moritzplatz) möglichst sensibel in den Straßenraum zu integrieren.

Der Billigungsbeschluss für die Neugestaltung der Maximilianstraße erfolgte am 16. Dezember 2010 im Stadtrat. Vom 7. Februar bis 11. März 2011 waren die Pläne zur Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt. Zur Information der Bürger gab es am 21. Februar einen Infoabend.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 28. Juli stimmte der Stadtrat dem Bebauungsplan Nr. 470, »Beiderseits der Maximilianstraße« zu. Er tritt am 12. August 2011 in Kraft. Gesteuert wird damit auch, welche Art von Gastronomie sich zukünftig niederlassen darf. Neue Massen- und Schnellrestaurants, Bars, Clubs und Spielhallen wird es mit Rücksicht auf die rund 7oo Anwohner nicht mehr geben.

Die Neugestaltung startet mit der Erneuerung und Verbreiterung der Gehwege auf der Westseite der Maximilianstraße. Die Vorbereitungen dazu haben mit Kanalsanierung und Verlegung von Leitungen bereits im August begonnen. Im Oktober startet dann die eigentliche Baumaßnahme. Im Zuge dessen werden auch die abgrenzenden Gitter der Außengastronomie abgebaut. Einfriedungen, auch durch Pflanztröge oder Zaunelemente, sind künftig nicht mehr zulässig.

Um die Beeinträchtigungen durch den Bau möglichst gering zu halten, geht man abschnittsweise vor. Erster Bauabschnitt ist der Bereich Apothekergäßchen bis zur Katharinengasse. Die betroffenen Anwohner, die sich auch finanziell an der Umgestaltung beteiligen müssen, wurden bereits in einem eigenen Infoabend Ende Juli durch Baureferent Gerd Merkle und das Tiefbauamt informiert.

Im kommenden Jahr ist dann die Erneuerung der Gehwege auf der Ostseite der Maxstraße vom Moritzplatz bis Afrawald geplant. Ab 2013 soll die Umgestaltung des Ulrichsplatzes folgen.

Erst 2014/2015 könnte dann die Fahrbahn umgebaut werden. Denn von Februar 2012 bis Ende 2013, der Umbauzeit des Haltestellendreiecks am Königsplatz, wird das Gleis in der Mitte der Maxstraße für den Umleitungsverkehr der Straßenbahnen genutzt. Die Höchstgeschwindigkeit in der Maxstraße und auch am angrenzenden Milchberg wird auf 20 km/h begrenzt.

Die Vision Belebung durch Qualität
Neue Fußgängerzone Mehr Fußgängerzone dank Kö-Umbau
Annastraße Bereich Annastraße/Steingasse/Phillippine-Welser-Straße
Elias-Holl-Platz Neu belebter Platz in der Altstadt