Unsere Verantwortung: natürlich grün.

Am neuen Königplatz vereinen sich alle Ziele: Moderne Mobilität im Einklang mit neuer Lebensqualität, lebendige Natur trifft auf urbane Innenstadt. Früher Verkehrsraum, heute autofreier Lebensraum und grüne Oase für Mensch und Natur. Ein Teil des überalterten Baumbestands wurde herausgenommen und durch Neupflanzungen verjüngt. Das Ergebnis: Mehr Bäume, mehr Licht, Luft und Platz im Park. Vor allem um den Thormann-Brunnen wirkt er einladend und freundlich. Aktiv- und Erholungsflächen geben dem Kö-Park eine völlig neue Atmosphäre und Rolle in unserer Stadt.

Der neue Kö-Park

Treffpunkt und Start für den Stadtbummel
Lichtdurchflutete grüne Oase
Ein Park mitten in der Stadt
Bepflanzte Baumscheiben mit umlaufender Sitzbank laden zum Verweilen ein
Der historische Brunnen als Zentrum
Der helle Bodenbelag verbindet den Park mit der Innenstadt
Die Stadt blüht auf

Warum ist der Kö-Umbau eine Chance für den Park?

Friedrich Pimpl ist im Amt für Grünordnung zuständig für den Kö-Park
»Der Park kann damit langfristig gesichert werden. Derzeit sind die Bäume hier alle etwa gleich alt, rund 70 bis 80 Jahre. Die dichten Blattkronen der alten Bäume, vor allem Spitzahorn und Kastanien, haben bisher kaum genügend Licht für Nachwuchs durchgelassen. Die Auslichtungen ermöglichen uns nun schrittweise nachzupflanzen. Gleichzeitig schaffen wir Baumstandorte, die genügend Raum und gute Bedingungen für die Entwicklung des Wurzelwerks lassen. Der Park kann sich verjüngen, so dass auch unsere Kinder noch etwas von ihm haben. Grün für die Zukunft!«

Der neue Kö-Park – Teil des Grüngürtels um die Stadt

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Neue Bäume

Säuleneichen werden zwischen Haltestellen-dreieck und Häuserzeile am Beginn der Konrad-Adenauer-Allee neu gepflanzt.

Rasenfläche

Durch den Rückbau der alten Wege entsteht unter den Bäumen eine große zusammenhängende Rasenfläche. Rund 2.000 Narzissen, deren Zwiebeln dort eingebracht werden, bringen den neuen Kö-Park im nächsten Frühling zum Blühen. Eine Beregnungsanlage sorgt für genügend Feuchtigkeit.

Ruheplätze

Mehr als 20 Bänke laden zukünftig zu einer Ruhepause im Schatten der Bäume rund um den Thormann-Brunnen ein.

Thormann-Brunnen

Revitalisiert wird derzeit auch der 1880 errichtete Thormann-Brunnen. Der Springbrunnen ist das erste Betonbauwerk in Augsburg und steht unter Denkmalschutz. Zukünftig wird seine Fontäne wieder mehrere Meter in die Höhe reichen.

Grüne Inseln

Vier grüne Inseln entstehen in der trichterförmigen Öffnung der neuen Kö-Platzfläche und schaffen einen lockeren Übergang in den Park. Das Potenzial alter Bäume wurde damit erhalten. In der Fläche neben dem Thormann-Brunnen steht im Herbst 2013 zudem die Neupflanzung einer Dreiergruppe an. Die ähnlich Hochbeeten angelegten Baumrondelle, das größte mit einem Durchmesser von 17 Metern, erhalten runde Graniteinfassungen von knapp 50 Zentimetern Sitzhöhe – neuer Treffpunkt und Ruheplatz im Grünen.

Bäume im Park

Die meisten der 70 bis 80 Jahre alten Baumriesen des Parks, vor allem Spitzahorn und Kastanien, konnten erhalten werden. Die neue Führung des Wegenetzes am Königsplatz nimmt sensibel Rücksicht auf den Baumbestand.

Gräserbänder

Fünf strukturierende Gräserbänder begleiten den Fuß- und Radweg. Hier werden frei wachsende Ziergräser in unterschiedlichen Höhen angesät.

Fuß- & Radweg

Auf dem 4.5 Meter breiten Pflasterweg, der pa­rallel zur Schaezlerstraße zwischen Bahnhofsstraße und Kaiserhof verläuft, ermöglicht der neue Kö-Park für alle Radler und Fußgänger eine sichere Passage im Grünen. Auch etwa 75 Fahrradständer werden rund um den Kö aufgestellt.

Trinkwasserbrunnen

Wie am Welserplatz und am Martin-Luther-Platz wird es am neu gestalteten Kö auch einen Trinkwasserbrunnen geben, der den Durst mit dem hochwertigen Augsburger Wasser der Stadtwerke Augsburg stillt. 

Neue Bäume

Ein Blauglockenbaum begrüßt die Besucher der Innenstadt, die vom Bahnhof kommend über den Kö flanieren.

Kastanien, Gleditsien, Ahorne, Linden, Ulmen und Eichen – 80 neue Bäume wurden rund um den Königsplatz gepflanzt: 41 davon sorgen am Königsplatz selbst für mehr Grün – und auch für Farbe. Neben neuen Tulpenbäumen begrüßt ein Blauglockenbaum die Besucher, die von der Schaezlerstraße kommend den neuen autofreien Platz betreten. Bauminseln mit Sitzsteineinfassung sorgen für einen einladenden Übergang zur neuen Platzfläche.

36 neue Bäume wurden auch in der Eserwallstraße und am Theodor-Heuss-Platz gesetzt, sowie 3 Bäume im Bereich des Alten Einlaß. »Grünes Ziel« der Planungen rund um den Kö war es, den Grüngürtel auf der Achse der ehemaligen Wallanlagen vom Roten Tor über Eserwall und Schießgrabenstraße bis hin zum Kö zu schließen.

Von dort wird die Grünzone dann mit der geplanten doppelreihigen Baumallee des neuen Boulevards in der Fuggerstraße sowie weiteren Bäumen in der Volkhartstraße bis in den Bereich Gesundbrunnen mit der bestehenden Grünanlage weitergeführt.

Was passiert mit gefällten Bäumen?

Ersatz für jeden Baum

Für jeden gefällten Baum wurde im Rahmen des Kö-Umbaus nachgepflanzt, sogar mehrfach. Um genau zu sein: Auf 176 entfernte Bäume kommen 280 Nachpflanzungen. Der größte Teil wurde und wird direkt vor Ort ersetzt: Allein 175 neue Bäume gibt es an Königsplatz, Fuggerstraße und Eserwall.

Durch so genannte Ausgleichspflanzungen wachsen außerdem neun weitere Bäume am Roten Tor und 36 Bäume Am Oberen Feldweg in Haunstetten und am Senkelbach.

Der Kö-Umbau in sensiblem Einklang
mit Tieren und Pflanzen

Die Stadt Augsburg und die Stadtwerke Augsburg handelten beim Umbau konsequent in ihrer Verantwortung für die Umwelt.

Deshalb wurden alle Maßnahmen bereits im Rahmen des Planungsverfahrens, aber auch während der Umsetzung mit den Naturschutzbehörden, mit Biologen und mit Interessensverbänden wie dem Landesbund für Vogelschutz abgestimmt. Es wurde größte Rücksicht auf die natürlichen Bewohner des Parks genommen. Fledermäuse, Vögel und Wurzelbestände wurden besonders geschützt. Der Zeitplan wurde auf Nistzeiten und Winterschlaf der Tiere abgestimmt. Ein moderner Wurzelvorhang schützte die Wurzeln der erhaltenswerten Bäume.

Fledermäuse haben sich in vielen Bereichen an die menschliche Besiedlung angepasst. Auch mitten in der Stadt sind Fledermäuse zuhause. So können zum Beispiel Baumhöhlen im Kö-Park Quartiere für ihren Winterschlaf bieten.

Schutzmaßnahmen für die Wurzeln

Im Zuge der Umbaumaßnahmen erhielten die alten Bäume einen sogenannten Wurzelvorhang. Dieser schützt die Wurzeln eines Baumes vor Schäden durch die Fällung etwa eines Nachbarbaums.

Im Grüngutachten für den Kö-Umbau wird diese Maßnahme klar als Lösung gegen etwaige Gefährdungen empfohlen. Derartige Schutzmaßnahmen sind aktueller Stand der Technik.