

Start für ein modernes Verkehrssystem
Rund um den Königsplatz werden in den nächsten Jahren neue Verkehrsbeziehungen entstehen. Das Konzept der Planer setzt dabei auf die optimale Erreichbarkeit der Innenstadt mit allen Verkehrsmitteln – mit dem ÖPNV, aber auch mit dem Auto und dem Fahrrad. Zugleich erhält der Raum um den Königsplatz eine ganz neue hohe Aufenthaltsqualität.
Verkehrsführung heute
42% des derzeit über den Königsplatz abgewickelten Verkehrs hat weder Ziel noch Startpunkt in der Innenstadt.
Viele Einbahnstraßen rund um den Königsplatz erhöhen unnötig die Anzahl von zurückzulegenden Wegstrecken.
Konrad-Adenauer-Allee und Fuggerstraße teilen heute unsere Innenstadt in zwei Teile.
Autos bleiben willkommen – auch morgen
Der Königsplatz selbst wird in Zukunft autofrei. Das bedeutet nicht, dass Sie mit dem Auto nicht mehr in die Innenstadt gelangen. Im Gegenteil: Jeder, der in die Innenstadt will, fährt auf schnellen und direkten Wegen dorthin, auch in alle Parkhäuser.
Heute ist das Verhältnis 42 Prozent Durchgangsverkehr zu 58 Prozent Zielverkehr. Da der reine Durchgangsverkehr bereits jetzt alternative Wege zur Verfügung hat, kann die Innenstadt deutlich entlastet werden. Die gezielte Fahrt ins Stadtzentrum wird für Sie daher sogar noch zügiger und ohne Umwege funktionieren. In einem aufwändigen Simulationsverfahren wurde die Leistungsfähigkeit der Planung nachgewiesen.
Verkehrsführung morgen
Über die »Ladehöfe« beim Hauptbahnhof wird eine Straße geführt, die das Bahnhofsviertel erschließt und Verkehr aufnimmt, der heute über die Innenstadt fahren muss.
Über die beruhigten Abschnitte Fuggerstraße und Konrad-Adenauer-Allee erreichen Sie weiterhin die heute vorhandenen Parkmöglichkeiten in der Innenstadt.
Auf den Straßenzügen um die Innenstadt wird der Verkehr direkter abgewickelt. Durch die Verlegung der Straßenbahngleise auf die Nordseite der Eserwallstraße entfällt eine komplizierte Kreuzung mit der Schießgrabenstraße/Stettenstraße.
Durch die neue Verkehrsplanung werden viele Einbahnstraßen unnötig; das bedeutet ein Plus für Erreichbarkeit und weniger Belastung der Innenstadt.
Die Fussgängerzone erweitert sich zusammen mit dem neuen Kö-Park bis zur Schaezlerstraße. Insbesondere mit den geplanten Verkehrsberuhigungen kann so unsere Innenstadt zusammenwachsen.
Trichterlösung für die Kaiserhofkreuzung
Am Knotenpunkt Kaiserhofkreuzung wird das Staurisiko durch eine »Trichterlösung« minimiert: An den Ampeln der Kaiserhofkreuzung weitet sich die Fahrbahn trichterförmig auf. Dadurch wird der Rückstau an den Ampelanlagen reduziert, der als Hauptverursacher für verstopfte Straßen gilt. Wenn mehr Autos in einer Grünphase über die Kreuzung kommen, kann der Verkehr in der gesamten Straße staufrei fließen.
Umsichtige Planung für Autofahrer
Schaezler- und Schießgrabenstraße werden künftig in beide Richtungen befahrbar sein. Damit nehmen sie auch den Verkehr auf, der aus dem Süden kommt und gezielt in die Innenstadt will.
Umfangreiches Tangentensystem trägt den
Durchgangsverkehr – schon heute
Die B 17 bringt Sie schnell und mit wenig Ampeln auf der Westseite der Innenstadt von Norden nach Süden und umgekehrt. Über die Eichleitnerstraße oder die Bürgermeister-Ackermann-Straße erreichen Sie Augsburgs Zentrum.
Die Schleifenstraße bringt Sie sicher über Lechhausen auf die neue Aichach 25 und so bei der Auffahrt »Friedberg« auf die A8 oder über die Kleine Ostumgehung nach »Augsburg-Ost«, Gersthofen und über die Berliner Allee ins Zentrum.
Die Kleine Ostumgehung verbindet die Aichach 25 mit der Donauwörther Straße. So können Sie ohne die A8 zu benutzen z.B. schnell von Friedberg nach Gersthofen gelangen.
Die Aichach 25 ist Augsburgs neue Große Ostumgehung. Sie bringt Sie sicher und schnell aus dem Süden und Osten zur neuen Autobahnauffahrt »Friedberg« – der Weg durch die Stadt zu Auffahrt »Augsburg-Ost« bleibt erspart.
Gut außen herumkommen
Ein umfangreiches Tangentensystem (grün) leitet den Durchgangsverkehr bereits frühzeitig um die Innenstadt.
Der ärgerliche Schleichverkehr über den Milchberg, die Maximilianstraße und die Hallstraße wird unterbunden. Das reduziert die Anzahl der Autos in der Innenstadt deutlich.
Zum Tangentensystem gehören die B17 im Westen, die Schleifenstraße, die Kleine Ostumgehung und als Große Ostumgehung die AIC 25.
Ein weiterer Ausbau ist geplant, etwa durch die MAN-Spange oder die Westliche Entlastungsstraße als Verbindung von Bürgermeister-Ackermann-Straße zur Gögginger Straße.
Mit dem Rad und zu Fuß schnell und sicher überall hinkommen
Vom Kennedyplatz aus gelangen Sie über die Prinzregentenstraße nach Westen und über die Grottenau nach Osten.
Am westlichen Rand entsteht an der Altstadt entlang von der Konrad-Adenauer-Allee über den Kö durch die Fuggerstraße hindurch eine sichere und schnelle Verbindung für den Radverkehr, die vom Durchgangsverkehr befreit bzw. komplett autofrei ist.
Als Radfahrer aus der Halder- oder Hermanstraße fahren Sie künftig über einen gekennzeichneten Weg durch den Kö-Park weiter zum Boulevard in der Fuggerstraße mit Verbindung zur Grottenau.
Am Königsplatz und in der Fuggerstraße stehen künftig 110 Fahrradabstellplätze zur Verfügung – praktisch für einen Besuch der Fußgängerzone.
Über die Konrad-Adenauer-Allee wird nur noch der motorisierte Anliegerverkehr geführt; so wird das Radfahren auf dieser Stecke noch sicherer.
Die Fuggerstraße wird grüner und Fußgänger freundlicher. Rechts und links werden je eine neue Baumreihe gepflanzt. Diese doppelreihige Allee führt vom Kö bis zum Stadttheater auf einem grünen und einladenden Boulevard ohne Durchgangsverkehr.
Der Fußgängerbereich auf der Ostseite der Fuggerstraße, welcher den Königsplatz über Annahof und Stadtmarkt mit dem Theater verbindet, wird wesentlich verbreitert. Dadurch entsteht Boulevardcharakter.
Im Bereich kurze Bahnhofstraße und Kö-Park entsteht ein attraktiver Aufenthaltsbereich mit viel Grün, Sitzgelegenheiten und Aktivflächen.
Sie kommen ohne Ampeln und Autoverkehr vom Bereich Annastraße/Bürgermeister-Fischer-Straße über den Kö in die kurze Bahnhofstraße – damit verschmilzt der Königsplatz mit der Fußgängerzone.
Vorteile für alle
Vorteile für Fahrradfahrer
In der Innenstadt wird die Verknüpfung der Fahrradachsen Ost–West und Nord–Süd weiter ausgebaut.
Vorteile für Fußgänger
Fußgänger profitieren besonders von den neuen Wegebeziehungen am Kö. Der neue Platz ist frei von Autoverkehr. Man spaziert in Zukunft auf dem Kö – abseits von Autolärm, Abgasen und ohne lästige Ampeln.



