

Augsburg hat einen unverwechselbaren Charakter: römische Wurzeln, ein mittelalterliches und ganz besonders von der Renaissance geprägtes Gesicht. Hinzu kommt der Einfluss des Industriezeitalters und auch der Moderne. Die Innenstadt begeistert gerade mit ihren historischen Gebäudeschätzen.
Straßen, Plätze, Stadtmöblierung und Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer müssen jedoch dringend erneuert und verbessert werden. Es ist Zeit für neuen Glanz – die Innenstadt soll ein moderner, attraktiver Erlebnisort werden, der sein historisches Erbe bewahrt und behutsam inszeniert.
Handel und Wandel stärken – mit Qualität
Augsburg ist das Oberzentrum der Region. Handel und Gewerbe in der Innenstadt sollen durch die Sanierung gestärkt werden. Eine attraktive, anspruchsvolle Innenstadtgestaltung wird dazu beitragen, dass Umfang und Qualität des Angebots wachsen können.
Ein urbanes Lebensgefühl auf hohem Niveau ist das Ziel.
Besucher und Bewohner der Innenstadt sollen daran
gleichermaßen teilhaben.
Grüner, größer, ruhiger – die Fußgängerzone wächst
Dank des neuen autofreien Königsplatzes vergrößert sich die Fußgängerzone. Es entsteht eine großzügige Platzsituation, die von der Ecke Annastraße/Bürgermeister-Fischer-Straße bis hinein in die kurze Bahnhofstraße reicht. Dort finden Sie neben Flächen für Aktivitäten auch neue Sitzplätze zum Ausruhen – am Rand des Kö-Parks oder direkt unter den alten Bäumen. Bäume prägen in Zukunft auch die Fuggerstraße, an der zwei weitere komplette Baumreihen gepflanzt werden.
Im Bereich Annastraße/Martin-Luther-Platz/Philippine-Welser-Straße/Fuggerplatz wird Zug um Zug saniert. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den Anliegern.
Durch die neue Verkehrsführung entsteht am Königsplatz eine neue Platzfläche, die ein autofreies Flanieren vom Umsteigedreieck in die Einkaufsinnenstadt ermöglicht.
Mit neuen Sitzmöglichkeiten unter Bäumen lässt sich hier zukünftig urbanes Flair genießen, es entsteht eine ganz neue Aufenthaltsqualität.
Die autofreie Achse zwischen Bahnhofstraße und Bürgermeister-Fischer-Straße wertet die Verbindung vom Hauptbahnhof in die Innenstadt auf.
Lichter, bunter und weitläufiger wird der Kö-Park – als grüne Oase mit Aktiv- und Erholungsflächen spielt er in der Innenstadt eine neue Rolle.
Martin-Luther-Platz
Die Oberflächenbeläge werden mit hochwertigem Granit erneuert. Dadurch werden sie zum einen besser begehbar und ermöglichen zum anderen ein neues Platzerlebnis. Ein ruhiges Gesamtbild entsteht.
Mehr ansprechende Ruheplätze sorgen dafür, dass Sie die Innenstadt auch genießen können, wenn Sie nicht in einem Café oder Restaurant sitzen möchten.
Der Goldschmiedebrunnen wird an seinen historischen Standort am Eingang zur Annastraße zurückverlegt.
Annastraße
Die Lichtgestaltung inszeniert die Stadt neu, historisch wichtige Gebäude werden herausgestellt. Die Orte gewinnen eine Atmosphäre, die zu ihren Funktionen passt.
Ein Gestaltungskonzept für die Möblierung des öffentlichen Raumes und für die Warenauslagen sichert eine qualitätvolle Optik.
Fuggerplatz
Fußgängerbereiche, Warenanlieferung und Gastronomie werden aufeinander abgestimmt, so dass für alle Nutzer ein gutes Miteinander gewährleistet ist.
Vorhandene Grünbereiche und Bäume bleiben erhalten und werden mit Pflanzen in Kübeln ergänzt.
Die neue Maximilianstraße nimmt Form an
Ein wesentliche Rolle bei der Aufwertung der Innenstadt spielt die Neugestaltung der Maximilianstraße.
Derzeit wird dafür der Bebauungsplan aufgestellt. Die fortgeschriebenen Ergebnisse des Ideen- und Realisierungswettbewerbs »Kaisermeile« von 1997 werden dabei in die Bebauungsplanung integriert. Bereits im Sommer 2011 startete die erste Baumaßnahme zur Verbreiterung der Gehwege im auf der Westseite.
Grundsätzlich wird der gesamte Straßenzug als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich gestaltet, mit verbreiterten Gehwegen, schwellenfreiem Straßenbelag und längs gerichteten Parkplätzen. Ein qualitätsvolles Angebot von Handel und Gastronomie soll durch das Konzept unterstützt werden. Differenzierte und tragfähige Regelungen zur Gastronomie werden künftig die Maximilianstraße auch für Nutzungen wie Wohnen, Bildungsstätten und Kultureinrichtungen und Kirchen attraktiver machen. Zugleich soll eine Flanier- und Verweilzone entstehen, in der Besucher willkommen sind und sich gerne aufhalten.
Der Ulrichsplatz wird in dem Konzept durch eine Freitreppe als nutzbare, ebene Platzfläche neu definiert.
Die Plätze vor den Ulrichskirchen, am Herkulesbrunnen und am Merkurbrunnen werden als städtebauliche Schwerpunkte herausgearbeitet.
Herkulesbrunnen
Die Plätze vor den Ulrichskirchen, am Herkulesbrunnen und am Merkurbrunnen werden als städtebauliche Schwerpunkte herausgearbeitet.
Der Bereich rund um den Herkulesbrunnen soll unter anderem durch einen Belagswechsel aufgewertet und betont werden.
Hall-Campus
Während am Königsplatz und in der Fußgängerzone alles bereits in vollem Gange ist, befinden sich andere Einzelprojekte von projekt augsburg city noch in der Planungsphase. Eines davon ist der »Hall-Campus«. Er soll in der Hallstraße entstehen, die heute die Gebäude zweier innerstädtischer Schulen voneinander trennt. Als Verbindung von Maximilianstraße und Königsplatz profitiert diese Straße von der Verkehrsentlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr durch die neue Verkehrsführung bereits jetzt. Das Gewinnerkonzept des Architekturwettbewerbs von 2011 sieht dort einen multifunktional nutzbaren Campus vor.
Perspektive Richtung Osten
Ein neuer Brunnen wird zum Treffpunkt.
Ein gleichmäßiger Bodenbelag über die gesamte Fläche und ohne Straßenmarkierungen verstärkt das Platzgefühl.
Der Hall-Campus öffnet sich und geht fließend über in die Außenfläche des Restaurants.
Eine neue Baumreihe bestehend aus sechs Bäumen säumt die Hallstraße zwischen Campus und Maxstraße.
Perspektive Richtung Westen
Die komplette Fläche zwischen den beiden Schulgebäuden wird zum Hall-Campus. Ein urbaner Platz entsteht, der unterschiedlich genutzt werden kann: als Pausenhof für Schüler, als Veranstaltungsfläche, als Treffpunkt.
Zwei neue Baumreihen verwandeln die Hallstraße zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Campus in eine Allee.
Ein gleichmäßiger Bodenbelag über die gesamte Fläche und ohne Straßenmarkierungen verstärkt das Platzgefühl.
Der Elias-Holl-Platz –
das Rathaus von seiner
anderen schönen Seite
Auch von der Ostseite besitzt das Rathaus mit dem Elias-Holl-Platz zu Füßen einen besonderen Reiz. Der Elias-Holl-Platz verdient deshalb als wichtiges städtebauliches Element der Altstadt mehr Aufmerksamkeit und eine moderne Gestaltung.
Bei einem Wettbewerb wurde die Rolle des Platzes als Veranstaltungsort und repräsentative Fläche gewürdigt. Die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit soll realisiert werden. Derzeit wird die Ausführungsplanung bearbeitet. Haushaltsmittel zur Umsetzung dürften frühestens 2012/2013 zur Verfügung stehen.
Eine große Freitreppe wird den Platz auf der Westseite zum Rathaus hin säumen. So wird der Niveauunterschied zur Terrasse des Ratskellers überbrückt, und beide, bisher voneinander getrennte Flächen, wachsen zu einer zusammen – neues urbanes Flair entsteht.
Tagsüber und auch nachts erstrahlt der Elias-Holl-Platz in neuem Licht. Ein neuer lebenswerter Treffpunkt bereichert das Herz unserer Stadt – mit einer Gestaltung, die allem gerecht wird, was sie umgibt.
Ansicht von Osten und von Süden
Eine große Freitreppe wird den Platz auf der Westseite zum Rathaus hin säumen. So wird der Niveauunterschied zur Terrasse des Ratskellers überbrückt, und beide, bisher voneinander getrennte Flächen, wachsen zu einer zusammen – neues urbanes Flair entsteht.

















