»Die Dynamik aufnehmen und sich anstecken lassen von der positiven Stimmung.«

(Interview Monika Harrer-Jalsovec) Christian Forster ist Geschäftsführer von Galeria Kaufhof in Augsburg. Er schätzt an Augsburg die prachtvollen Bauten, die kleinen Gassen der Altstadt, die Aufbruchstimmung und natürliche die sportliche Erstklassigkeit.

Der Innenstadtumbau in Augsburg: Wo sehen Sie die größte Herausforderung?
Die liegt für mich darin, das Ganze nach Fertigstellung auch großräumig publik zu machen. Mit projekt augsburg city gibt es jetzt viel positives Marketing in der Begleitung der Menschen durch die schwierige Bauphase. Das finde ich toll. Genau diese Dynamik sollten wir aufnehmen und dafür sorgen, dass der Startschuss in das neue Zeitalter der Stadt auch wirklich überall wahrgenommen werden wird. Der Aufbruch muss dann noch einmal einen neuen Schub bekommen. Alle Beteiligten sollten da zusammen etwas unternehmen!

Wie wollen Sie denn Begeisterung für das Augsburg der Zukunft wecken?
Das können kulturelle Veranstaltungen sein, Moonlight-Shopping oder Konzerte vor den Kneipen. Der Startschuss muss einfach den Impuls wecken: »Lasst uns das neue Augsburg anschauen.« Ich glaube an eine Art Dominoeffekt: Es gibt bekanntlich wenig Menschen hier, die gerne ein Lob weitergeben. Viele Augsburger, davon bin ich überzeugt, werden sich - angesteckt von der positiven Stimmung - auch öffnen. Man wird sich freuen, hier in der Stadt zu leben. Das Ganze wird wiederum die „infizieren“, die unter der Woche nach Augsburg an ihren Arbeitsplatz pendeln: Am Wochenende kommen diese Pendler dann mit ihren Familien, weil die Stadt einfach attraktiv sein wird. Und Kaufkraft der Besucher gilt es dann auch zu binden.

Weitere Vorschläge dazu?
Das Thema »Erreichbarkeit« spielt auch in der Zukunft eine große Rolle. Für uns Warenhäuser ist das vor allem der Kunde mit dem Auto. Auch wenn die Autos der Zukunft kleiner werden und vielleicht elektro-mobil sind. Die Stadt hat die richtige Richtung eingeschlagen: Durch projekt augsburg city hat sich die Information zur Erreichbarkeit der Innenstadt schon stark verbessert. Da sollte man als Stadt nachhaltig dran bleiben und auch nach Abschluss des Umbaus auf gute Baustellen-Koordination und Informationspolitik achten.

Welchen Anteil daran können die Unternehmer leisten?
2010 wurde Galeria Kaufhof Augsburg als erstes Einzelhandelsgeschäft in Bayerisch Schwaben das Qualitätszeichen »Generationenfreundliches Einkaufen« verliehen. Diese Auszeichnung erhalten Händler, die den Einkauf für Menschen aller Altersgruppen für Menschen mit Handicap so angenehm und barrierefrei wie möglich gestalten.

Auch werden wir von der Galeria Kaufhof die Bauzeit nutzen, um uns in vielen Bereichen nach den Wünschen unserer Kunden neu aufzustellen und die Sortimente noch mehr an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Wichtig ist, dass man sieht, alle tun etwas für das neue Augsburg. Unser aller Ziel ist es doch, die Stadt voranzubringen.