3. Planungsworkshop Go WEST und Infoabend zum Abschluss des Bürgerdialogs GoWEST

Viele Anregungen für das Thelottviertel

»Die bestmögliche Variante finden« – das war das Motto des Bürgerdialogs GoWEST zur Trassenführung der neuen Linie 5 im Thelottviertel. Im Rahmen von drei ganztägigen Workshops suchten 40 Delegierte dabei konstruktiv nach Lösungen. Mitarbeiter von Stadt und Stadtwerken erhielten Prüfaufträge, auf deren Basis beim jeweils nächsten Termin weiter diskutiert wurde. Die übrig gebliebenen Varianten werden nun im Herbst dem Stadtrat zur Abwägung und Entscheidung vorgelegt. Daran schließt sich die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens an. „Auch hier kann jeder noch seine Belange einbringen“, betonte Baureferent Gerd Merkle. Der Bürgerdialog ging dem gesetzlichen Verfahren voraus, damit möglichst viele Bürger Bedenken und Anregungen einbringen konnten. Ein Steg über die Wertach oder Entlastung vom Individualverkehr wurden dabei beispielsweis weit über die verkehrlichen Planungen hinaus. Baureferent Gerd Merkle wertete den Bürgerdialog nicht nur deshalb als Erfolg.

» Protokoll des 3. Planungsworkshop GoWEST

» Präsentation der Abschlussveranstaltung zum Bürgerdialog GoWEST

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Tramlinie 5 auch »geflügelt« möglich

Diese von der Mehrheit der Teilnehmer bevorzugte Variante sieht vor, dass die Linien 3 und 5 vom neuen Westportal des Hauptbahnhofs stadtauswärts einspurig durch die Rosenaustraße und Pferseer Straße fahren. In der Gegenrichtung würden beide Linien über die Perzheim- und Hörbrotstraße zurückgeführt werden. Da bei dieser Lösung am Sebastian-Buchegger-Platz eine autofreie Platzfläche vorgesehen ist, würde die Hörbrotstraße vollständig vom Durchgangsverkehr entlastet. Neben vielfältigen städtebaulichen Chancen bewerteten die rund 40 Delegierten beim Dritten Planungsworkshop des Bürgerdialogs GoWEST am vergangenen Samstag besonders die Verbesserung der heutigen Lärmsituation positiv.

2. Variante: Galeriebauwerk an der Hangkante

Die zweite neue Variante wurde im Workshop, der erneut von Verkehrsplaner Prof. Hartmut Topp und Stadtplaner Prof. Franz Pesch moderiert wurde, vom Bund Deutscher Architekten (BDA) zur Diskussion gestellt. Um das Thelottviertel nicht zu beeinträchtigen, sieht diese Lösung vor, dass die Straßenbahn unmittelbar an der Tunnelausfahrt nach Norden in ein Galeriebauwerk entlang der Hangkante abbiegt, bevor sie anschließend in der Pferseer Straße weitergeführt wird.

Drei Trassen-Alternativen Richtung Nordwesten

Bei der weiteren Führung in Richtung Nordwesten bis zur Bürgermeister-Ackermannstraße sind weiterhin noch alle drei grundsätzlichen Alternativen (Hessenbachstraße, Holzbachstraße, Rosenaustraße) in der Diskussion. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile zeichnete sich im Planungsworkshop jedoch eine Präferenz für die Trasse am Fahrbahnrand der Holzbachstraße ab.

Zentrale Punkte für Architektenwettbewerb

Als Grundlage für den Architektenwettbewerb, der für die Gestaltung des neuen Bahnhofsvorplatzes ausgelobt wird, formulierten die Delegierten zentrale Punkte für die Aufwertung des Rosenau- und Thelottviertels.

Infoveranstaltung zum Abschluss von GoWEST

Die Ergebnisse des Bürgerdialogs GoWEST sollen nun in einer Abschlussveranstaltung im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden. Im Anschluss entscheidet der Stadtrat, welche der verschiedenen Trassenführungen als Vorzugsvariante in das notwendige Planfeststellungsverfahren für die geplante Straßenbahn aufgenommen wird.