
Umweltfreundlich, intelligent vernetzt und autonom – so werden wir uns in Zukunft fortbewegen. Augsburg setzt schon heute auf die Straßenbahn als leistungsfähiges Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs. Mit der geplanten Linie 5 wird eine wichtige Lücke im Liniennetz geschlossen. Es entsteht eine durchgängige Ost-West-Achse vom Hauptbahnhof bis zur neuen Uniklinik und dem neu entstehenden Campus in direkter Nachbarschaft.

Augsburg entwickelt sich. Bald wird die Stadt über 300.000 Einwohner haben. Die Linie 5 entwickelt sich mit. Entlang der Bürgermeister-Ackermann-Straße entstehen derzeit neue Wohn- und Gewerbegebiete für rund 20.000 neue Bewohner und Mitarbeiter. Die neue Straßenbahnlinie erschließt die Lebensräume im Westen der Stadt und verbindet sie direkt mit dem Hauptbahnhof und der Innenstadt.

Die Uniklinik kommt. Ab dem Wintersemester 2018/19 startet der erste Studiengang. In Nachbarschaft zur Uniklinik entsteht ein moderner Campus, ein neues Quartier für Lehre und Forschung, den täglich mehrere hundert Studierende und Mitarbeiter bequem erreichen können. Mit der Linie 5. Schnell, bequem und barrierefrei in 17 Minuten. Ein erheblicher Anteil der 5.500 Mitarbeiter und rund 1 Million Besucher heute kommt aus dem Umland. Für sie alle wird das Umsteigen durch die Haltestelle im Untergeschoss des Hauptbahnhofs künftig komfortabel und einfach.

Die neue Linie 5 ist ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer. Mit ihrem Bau wird gleichzeitig die Verkehrssituation optimiert. Fahrradfahrer bekommen neue Radwege im Bereich der Pferseer Straße. Der Autoverkehr auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße bleibt vierspurig und im Bereich der Kreuzung mit der B17 wird voraussichtlich die Linksabbiegespur verlängert. Rückstaus werden damit eher noch geringer ausfallen.

Die Straßenbahn ist in Augsburg das öffentliche Verkehrsmittel Nummer 1. Im Gegensatz zum Bus, der im Verkehr mitschwimmt, ist sie zuverlässig unterwegs. Sie fährt auf ihrer eigenen Trasse, im eigenen Tempo. Zusätzlich bietet die Tram wesentlich mehr Platz und Komfort für ihre Fahrgäste. Sie ist beliebt und leistungsfähig in Stoßzeiten. Das steigert die Nachfrage und macht den Umstieg vom Auto auf öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver.
Interview mit Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der swa

Die Linie 5 ist ein wichtiges Teilprojekt der Mobilitätsdrehscheibe und damit ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Mobilität in Augsburg. Die Linie 5 erschließt die bestehenden und neu entstehenden Wohn- und Gewerbegebiete und damit Lebensräume im Westen der Stadt. Außerdem verbindet sie den Hauptbahnhof direkt mit dem Klinikum, das mit 5.500 Mitarbeitern und über einer Million Besuchern pro Jahr ein sehr wichtiger Anlaufpunkt für die ganze Region ist.
Im Gegensatz zum Bus ist die Straßenbahn zuverlässiger, da sie nicht im Verkehr mitschwimmt und an Staus einfach vorbeifährt. Hinzu kommt, dass die Straßenbahn natürlich wesentlich mehr Platz und Komfort für ihre Fahrgäste bietet. Kurz: Straßenbahnen sind leistungsfähiger, attraktiver und sorgen für eine größere Nachfrage. Und die Linie 5 wird direkt unter den Gleisen der DB halten. Das Umsteigen am Hauptbahnhof direkt vom Zug auf die Straßenbahn und andersherum wird also schnell, bequem und barrierefrei.

Ich bin überzeugt, dass das Auto an Bedeutung verlieren wird. Das belegen auch alle Studien. Die Zukunft der Mobilität sieht anders aus: nämlich flexibel. Die Menschen wählen das jeweils sinnvollste Verkehrsmittel je nach Strecke und Fahrzweck und wechseln das unterwegs sogar. In Augsburg sind die Straßenbahnen das leistungsfähige Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs. Daher ist eine weitere Straßenbahnlinie für das Gesamtnetz wichtig.
Die ganze Stadt und auch das Umland profitieren davon. In erster Linie natürlich alle Fahrgäste, die im Einzugsbereich wohnen, arbeiten und leben. Aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewinnen mit der neuen Linie 5. Denn die Verkehrssituation verbessert sich insgesamt. Fahrradfahrer bekommen neue Radwege z.B. im Bereich der Pferseer Straße. Auch der Autoverkehr wird eine Entlastung erfahren, insbesondere auf der Bgm.-Ackermann-Straße, die selbstverständlich vierspurig bleibt! Im Bereich der Kreuzung mit der B17 wird der Flaschenhals beseitigt. Verlängerte Linksabbiegerspuren und eine geänderte Abbiegeregelung verringern den Rückstau. Es wird also auch eine höhere Leistungsfähigkeit für den Individualverkehr erreicht.
GoWEST war sehr wichtig. Viele gute Ideen sind eingeflossen. Leider konnten nicht alle Wünsche berücksichtigt werden. Neben der verkehrlichen Erschließungsfunktion muss natürlich auch eine wirtschaftliche Tragfähigkeit gewährleistet sein. Wie bei vielen Linienkonzeptionen ist die jetzige, vom Stadtrat bereits beschlossene Variante ein Kompromiss. Ein sehr guter Kompromiss, den wir bestmöglich abgewogen haben und für den sehr viele Argumente sprechen.
In Bezug auf die Linie 5 ist jetzt die erste Stufe geschafft. Als nächstes folgt das öffentliche Beteiligungsverfahren im Rahmen der Planfeststellung. Hier werden nochmals alle Aspekte und Varianten beleuchtet. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir eine überzeugende Planung zur Genehmigung einreichen. Was die weitere Entwicklung betrifft, sollen unsere Linien in Zukunft stärker in die Region reichen. Die meisten Straßenbahnlinien enden an der Stadtgrenze. Derzeit haben wir ein Projekt mit Königsbrunn gestartet. Gemeinsam mit Stadt und Landkreis wollen wir eine Lösung erarbeiten, der Bedarf dafür ist da.


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