Der neue Kö-Park – Teil des Grüngürtels um die Stadt

Kastanien, Gleditsien, Ahorne, Linden, Ulmen und Eichen – 80 neue Bäume wurden zum Abschluss der Umgestaltung rund um den Königsplatz gepflanzt: 41 davon sorgen am Königsplatz selbst für mehr Grün – und auch für Farbe. Neben neuen Tulpenbäumen begrüßt künftig ein Blauglockenbaum die Besucher, die von der Schaezlerstraße kommend den neuen autofreien Platz betreten. Bauminseln mit Sitzsteineinfassung sorgen für einen einladenden Übergang zur neuen Platzfläche.

36 neue Bäume wurden auch in der Eserwallstraße und am Theodor-Heuss-Platz gesetzt, sowie 3 Bäume im Bereich des Alten Einlaß. »Grünes Ziel« der Planungen rund um den Kö war es, den Grüngürtel auf der Achse der ehemaligen Wallanlagen vom Roten Tor über Eserwall und Schießgrabenstraße bis hin zum Kö zu schließen.

Von dort wird die Grünzone dann mit der geplanten doppelreihigen Baumallee des neuen Boulevards in der Fuggerstraße sowie weiteren Bäumen in der Volkhartstraße bis in den Bereich der bestehenden Grünanlage Gesundbrunnen weitergeführt.

Der neue Kö-Park

Treffpunkt und Start für den Stadtbummel
Lichtdurchflutete grüne Oase
Ein Park mitten in der Stadt
Bepflanzte Baumscheiben mit umlaufender Sitzbank laden zum Verweilen ein
Der historische Brunnen als Zentrum
Der helle Bodenbelag verbindet den Park mit der Innenstadt
Die Stadt blüht auf

Unsere Verantwortung: natürlich grün.

Am neuen Königplatz vereinen sich alle Ziele: Moderne Mobilität im Einklang mit neuer Lebensqualität, lebendige Natur trifft auf urbane Innenstadt. Früher Verkehrsraum, heute autofreier Lebensraum und grüne Oase für Mensch und Natur.

Ein beliebter Park mitten in der Stadt

Ein Teil des überalterten Baumbestands wurde herausgenommen und durch Neupflanzungen verjüngt. Das Ergebnis: Mehr Bäume, mehr Licht, Luft und Platz im Park. Vor allem um den Thormann-Brunnen wirkt er einladend und freundlich. Aktiv- und Erholungsflächen geben dem Kö-Park eine völlig neue Atmosphäre und Rolle in unserer Stadt. Mit prägnanten neuen Baumgruppen und Solitären wurden einzelne Zonen im Park besonders betont. Ausgewählte Stadtbäume setzen mit Form, Blüte und herbstlichem Blattwerk neue Glanzlichter am Königsplatz. 

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Neue Bäume

Säuleneichen werden zwischen Haltestellen-dreieck und Häuserzeile am Beginn der Konrad-Adenauer-Allee neu gepflanzt.

Rasenfläche

Durch den Rückbau der alten Wege entsteht unter den Bäumen eine große zusammenhängende Rasenfläche. Rund 2.000 Narzissen, deren Zwiebeln dort eingebracht werden, bringen den neuen Kö-Park im nächsten Frühling zum Blühen. Eine Beregnungsanlage sorgt für genügend Feuchtigkeit.

Ruheplätze

Mehr als 20 Bänke laden zukünftig zu einer Ruhepause im Schatten der Bäume rund um den Thormann-Brunnen ein.

Thormann-Brunnen

Revitalisiert wird derzeit auch der 1880 errichtete Thormann-Brunnen. Der Springbrunnen ist das erste Betonbauwerk in Augsburg und steht unter Denkmalschutz. Zukünftig wird seine Fontäne wieder mehrere Meter in die Höhe reichen.

Grüne Inseln

Vier grüne Inseln entstehen in der trichterförmigen Öffnung der neuen Kö-Platzfläche und schaffen einen lockeren Übergang in den Park. Das Potenzial alter Bäume wurde damit erhalten. In der Fläche neben dem Thormann-Brunnen steht im Herbst 2013 zudem die Neupflanzung einer Dreiergruppe an. Die ähnlich Hochbeeten angelegten Baumrondelle, das größte mit einem Durchmesser von 17 Metern, erhalten runde Graniteinfassungen von knapp 50 Zentimetern Sitzhöhe – neuer Treffpunkt und Ruheplatz im Grünen.

Bäume im Park

Die meisten der 70 bis 80 Jahre alten Baumriesen des Parks, vor allem Spitzahorn und Kastanien, konnten erhalten werden. Die neue Führung des Wegenetzes am Königsplatz nimmt sensibel Rücksicht auf den Baumbestand.

Gräserbänder

Fünf strukturierende Gräserbänder begleiten den Fuß- und Radweg. Hier werden frei wachsende Ziergräser in unterschiedlichen Höhen angesät.

Fuß- & Radweg

Auf dem 4.5 Meter breiten Pflasterweg, der pa­rallel zur Schaezlerstraße zwischen Bahnhofsstraße und Kaiserhof verläuft, ermöglicht der neue Kö-Park für alle Radler und Fußgänger eine sichere Passage im Grünen. Auch etwa 75 Fahrradständer werden rund um den Kö aufgestellt.

Trinkwasserbrunnen

Wie am Welserplatz und am Martin-Luther-Platz wird es am neu gestalteten Kö auch einen Trinkwasserbrunnen geben, der den Durst mit dem hochwertigen Augsburger Wasser der Stadtwerke Augsburg stillt. 

Neue Bäume

Ein Blauglockenbaum begrüßt die Besucher der Innenstadt, die vom Bahnhof kommend über den Kö flanieren.

Warum ist der Kö-Umbau eine Chance für den Park?

Friedrich Pimpl ist im Amt für Grünordnung zuständig für den Kö-Park.
»Der Park kann damit langfristig gesichert werden. Früher waren hier alle Bäume etwa gleich alt, rund 70 bis 80 Jahre. Die dichten Blattkronen der alten Bäume, vor allem Spitzahorn und Kastanien, haben bisher kaum genügend Licht für Nachwuchs durchgelassen. Die Auslichtungen ermöglichen uns nun schrittweise nach zu pflanzen. Gleichzeitig schufen wir Baumstandorte, die genügend Raum und gute Bedingungen für die Entwicklung des Wurzelwerks lassen. Der Park kann sich auf diese Weise verjüngen, so dass auch unsere Kinder noch etwas von ihm haben. Grün für die Zukunft!«

Schutzmaßnahmen für die Wurzeln

Im Zuge der Umbaumaßnahmen erhielten die alten Bäume einen sogenannten Wurzelvorhang. Dieser schützt die Wurzeln eines Baumes vor Schäden durch die Fällung etwa eines Nachbarbaums.

Im Grüngutachten für den Kö-Umbau wird diese Maßnahme klar als Lösung gegen etwaige Gefährdungen empfohlen. Derartige Schutzmaßnahmen sind aktueller Stand der Technik.

Ersatz für jeden Baum

Für jeden gefällten Baum wurde nachgepflanzt, sogar mehrfach. Um genau zu sein: Auf 176 entfernte Bäume kommen 280 Nachpflanzungen. Der größte Teil wurde direkt vor Ort ersetzt, allein 175 neue Bäume gibt es an Königsplatz, Fuggerstraße und Eserwall.
Durch so genannte Ausgleichspflanzungen wachsen außerdem neun weitere Bäume am Roten Tor und 36 Bäume Am Oberen Feldweg in Haunstetten hinzu kommen weitere am Senkelbach.

Mit prägnanten neuen Baumgruppen und Solitären werden einzelne Zonen im Park besonders betont. Ausgewählte Stadtbäume setzen mit Form, Blüte und herbstlichem Blattwerk neue Glanzlichter am Königsplatz. Neue Baumarten am Königsplatz: Scharlach-Ahorn, Säulenhainbuche und Blauglockenbaum geben jeder Jahreszeit ihre besondere Färbung.

Spezialauftrag im Januar – Fledermäuse dürfen ausschlafen

Weißrandfledermaus

Fledermäuse haben sich in vielen Bereichen an die menschliche Besiedlung angepasst. Auch mitten in der Stadt sind Fledermäuse zuhause. So können zum Beispiel Baumhöhlen im Kö-Park Quartiere für ihren Winterschlaf bieten. 

Alle eingeplanten Bäume müssen wegen der Vogelbrutschutzzeit bis 1. März gefällt sein. Fünf bis sechs Bäume weisen dazu noch eine Besonderheit auf: Sie sind Krähenbrutbäume, zugleich könnten sie überwinternde Fledermäuse beheimaten.  

Da sich der Winterschlaf der Fledermäuse mit der Brutzeit der Krähe überschneidet, erhalten diese Bäume bereits im Januar eine Sonderbehandlung. Damit ist sichergestellt, dass die Fledermäuse nicht vorzeitig aufwachen.

Saatkrähenkolonie am Kö – die Gesamtpopulation bleibt erhalten

Die Saatkrähe – Stadtvogel in Augsburg

Saatkrähen sind in Augsburg Stadtvögel. Im Winter werden die Augsburger Saatkrähenbestände durch Überwinterer aus dem Norden und Osten Europas ergänzt. Im Frühjahr verlassen diese Gastvögel Augsburg und ziehen zu ihren angestammten Brutplätzen.

Die Eingriffe in die Baumbestände am Königsplatz werden auf die verkehrstechnisch notwendigen Maßnahmen beschränkt. Der Lebensraum der Saatkrähenbrutkolonie bleibt erhalten.

Der Verlust an Altbäumen wird durch Neupflanzung geeigneter Baumarten ersetzt. Die Neupflanzungen entwickeln sich mit zeitlicher Verzögerung zu neuen Brutbäumen für die Saatkrähe.