Radelnd auf Verbrecherjagd

Polizist Jörg Eisele steigt täglich aufs Dienstrad

20. Oktober 2015

Banken-Alarm, Fahndungen, Diebe auf der Flucht – jetzt ist schneller Einsatz vor Ort gefragt. Das Dienstrad von Polizei-Hauptkommissar Jörg Eisele steht immer bereit: „Gerade für schnelle Verfolgungen in den kleinen Gassen der Innenstadt oder auch durch die Grünanlagen ist das Rad optimal.“ Nicht immer geht es beim Fahrrad-Verkehrsbeauftragten allerdings so spektakulär zu.

Erste in Bayern

Seit etwa zwei Jahren tritt der 49-Jährige – auch privat gerne mit dem Rad unterwegs –bei der täglichen Streife in die Pedale seines Mountainbikes, etwa zwei Stunden am Tag. Unterwegs sind die Polizisten dabei wie auch zu Fuß oder im Polizeiauto immer zu zweit. Acht der 150 Kollegen der Polizeiinspektion Mitte begleiten Eisele abwechselnd. Die Augsburger sind damit in Bayern übrigens die ersten, die regelmäßig auf Fahrrad-Streife sind.

Hohe Erfolgsquote

Missachtung von Rotlicht, Handynutzung im Auto oder Falschparker haben die Polizeibeamten bei ihren Fahrten durch die Innenstadt unter anderem im Blick. Pech auch für manchen, der zur Fahndung ausgeschrieben ist und von ihnen entdeckt wird. „Unsere Erfolgsquote ist hoch, da man unterwegs mit dem Rad viel sieht.“ Die unmittelbare Nähe zu den „Gesetzeshütern“ schätzen aber auch die Bürger und Aktive der „Radlszene“ in der Stadt. „Wir werden oft angesprochen, geben Auskunft oder bekommen Hinweise, aber auch viel Lob“, freut sich Eisele, seit 33 Jahren im Dienst, über die positiven Erfahrungen.

haja/Bild: Siegfried Kerpf

 

 

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