Begriffsklärung

Was sind Megatrends?

Megatrends sind Evolutionsprozesse, die die Gesellschaft über mehrere Jahrzehnte verändern. Ein Megatrend entwickelt sich über zwei Generationen hinweg. Megatrends fußen auf vielfältigen empirischen Faktoren, welche Indikatoren für die Tiefenströmungen eines Wandels sind.
Sie lösen Trends aus, die die Gesellschaft in mehreren Dimensionen erfassen. Der Einfluss reicht von Kultur, Technik über Politik bis hin zu Konsum. Sie sind keine Vorhersagen, sondern laufende Prozesse. Wir befinden uns also schon mitten drin.

Megatrends im Detail erklärt

Reurbanisierung

Die Menschen ziehen wieder zurück in die Stadt. 

Auch die Bevölkerung in Augsburg wächst, noch nie sind mehr Menschen nach Augsburg gezogen als im Jahr 2011, und die Einwohnerzahl hat im Jahr 2014 mit mehr als 281.000 Einwohnern einen neuen Höchststand erreicht. Mit den neuen Baugebieten in der Innenstadt und auf den ehemaligen Kasernengebieten wird hierfür vorgesorgt.

Fazit: Eine deutliche Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität in den Innenstädten ist deshalb ein wichtiger Faktor. Für die Menschen, die in einer Stadt leben, werden die Stadtkerne zum zentralen Lebensmittelpunkt.

Third places

Willkommen in meiner Stadt, willkommen in meinem Wohnzimmer.

Der Wohnraum in den Städten wird knapper. Arbeit wird in Zukunft nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden sein. Menschen werden mehr unterwegs sein. Urbaner öffentlicher Raum wird zum neuen Meeting-Raum und zum neuen Wohnzimmer.

Fazit: Um fit für die Zukunft zu sein, müssen Städte »third places« schaffen. Dies sind urbane, öffentliche und lebenswerte Plätze für soziale und produktive Aktivitäten.

Kulturisierung der Städte

Die Stadt wird zu einem weiteren Zimmer des eigenen Wohnraums.

Aufgrund der Einwohnerdichte weichen die Menschen auf öffentliche Plätze aus. Der urbane Raum erhält damit eine neue Relevanz im Alltag.

»Hohes Verkehrsaufkommen entwertet die Innenstädte.« (Zukunftsinstitut Deutschland)

Die neuen Anforderungen der Bewohner an ihre Stadt sind hohe Lebensqualität durch Begrünung und Verkehrsberuhigung der Stadtkerne.
Menschen identifizieren sich mit ihren Städten und werden wieder »Stadtbürger«.

Fazit: Um fit für die Zukunft zu werden, müssen moderne Innenstädte mehr »Wohnzimmer« als »Autogaragen« sein.

Silver Society

Ja, wir werden älter.
Aber auch gesünder. Es werden immer weniger Kinder geboren, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, dadurch steigt der Anteil an älteren Menschen gegenüber den Jüngeren.

Der demographische Wandel erfordert eine längere Teilhabe am Arbeitsleben. Der Alterungsprozess setzt später ein, das subjektive Alter entspricht nicht dem biologischen. Wir bleiben dadurch mobil und aktiv.

Fazit: Um fit für die Zukunft zu sein, müssen sich Städte mit städtebaulichen Veränderungen auf eine immer älter werdende Gesellschaft vorbereiten.

Strukturwandel

Der Arbeitsmarkt verändert sich: Die Unternehmen ziehen zu den Fachkräften.

Durch die Konkurrenz um Fachkräfte wird der Arbeitgebermarkt vom Arbeitnehmermarkt abgelöst.

Das bedeutet, Unternehmen siedeln sich dort an, wo das Angebot an Fachkräften vorhanden ist. Fachkräfte ziehen in die Städte, welche durch das Angebot an Kultur, Bildung und Attraktivität überzeugen.

Mit dem Hauptbahnhof rücken Stadt und Umland näher zusammen. 650.000 Menschen werden ideal miteinander verbunden. Das macht Wirtschaftsraum Stadt attraktiv für Fachkräfte und Unternehmen.

Auf dem Land leben, in der Stadt arbeiten – oder andersherum. Das alles wird viel besser möglich sein. Zusätzlich kann die Anbindung an die Magistrale, die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris – Budapest, inner­europäische Kurzflüge ersetzen.

Fazit: Um fit für die Zukunft zu sein, müssen Städte ihre Attraktivität für junge Fachkräfte und High Potentials ausbauen. Städte prosperieren in der Zukunft, wenn sie in der Lage sind, die Aufsteiger des 21. Jahrhunderts anzuziehen und zu halten.

Multimobilität

Wir stehen vor dem größten Umbruch im Mobilitätskonsum seit der Erfindung des Autos.

Die Bedeutung des Autos als Statussymbol verliert nachweislich immer mehr an Relevanz. Gleichzeitig gibt es in der Stadt von morgen kaum Raum für zusätzliche Straßen und Parkplätze. Gefragt sind neue Lösungen mit effizienten, vernetzten und umweltverträglichen Mobilitätsangeboten. Attraktive Fuß- und Radwegenetze, moderne und barrierefreie öffentliche Verkehrsmittel, sowie eine zeitgemäße Einbindung des Autos sind die Zielaufgaben der Stadt von morgen.

Fazit: Um fit für die Zukunft zu sein, müssen Städte ein effizientes, vernetztes und umweltfreundliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen.

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