Augsburgs Mobilität wird in Zukunft noch vielfältiger

Die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft steigen rasant. Wir halten mit ihnen Schritt. Augsburg bereitet sich aktuell auf den zunehmenden Bedarf der Menschen nach Mobilität vor: intelligent und vernetzt, umweltfreundlich und barrierefrei.

Der Vorplatz Ost und Portal West nehmen Gestalt an

Sie sind Visitenkarten der Stadt. Entsprechend hochwertig ist die Gestaltung der beiden Bahnhofsvorplätze Ost und West vorgesehen. Ideen dazu werden im rahmen des geplanten Architekturwettbewerbs erwartet. Dabei sollen für den bereits bestehenden Bahnhofsvorplatz Ost Vorschläge  zur ergänzenden Verkehrsinfrastruktur erarbeitet werden Dazu zählen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ebenso wie Kurzzeitparkplätze, Taxistände und Haltemöglichkeiten für Stadtbusse.

Durch eine multifunktional nutzbare Platzfläche und neue Grüngestaltung soll zudem die dortige Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Fußgängeranbindung in Richtung Innenstadt gelegt. verbessert werden soll deshalb die Querung der Viktoriastraße und aufgewertet wird durch eine Neugestaltung auch die Bahnhofstraße. Am Portal West gilt es, neben den verkehrlichen Anforderungen auch ein Fahrradparkhaus, einen Fahrkartenverkauf, einen Kiosk und ein Stehcafé bei der Gestaltung zu berücksichtigen. Als Vorgabe gilt zudem: Bahnhofsvorplatz West und Sebastian-Buchegger-Platz sollen mit den neu verlegten Straßenbahnschienen eine räumliche Einheit bilden.

Chancenöffner »Portal West«

Das »Portal West«, der westliche Tunneleingang zum Augsburger Hauptbahnhof, entsteht am Rande des Thelottviertels. Von der Rosenaustraße Höhe Sebastian-Buchegger-Platz wird der Bahnhof optimal von Westen erreichbar und es entsteht eine komfortable Anbindung an die Innenstadt. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung der Augsburger Infrastruktur dar, von der alle profitieren.

Deutliche Aufwertung


Die schnellere Erreichbarkeit und der direkte Zugang zur Innenstadt bringen viele weitere Vorteile mit sich: Auf der einen Seite werden Handel und Gastronomie in der Innenstadt belebt. Auf der anderen können sich Infrastruktur und Freizeitwert innerhalb der anliegenden Stadtteile entscheidend weiterentwickeln. Das wiederum erhöht die Lebensqualität der Menschen vor Ort.

Umweltfreundliche Mobilität


Die bequeme Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Bahnverkehrs machen das Auto für viele Menschen ersetzbar. Zu Fuß erreichen sie dank des Tunnels viele Ziele ganz ohne Stau und besonders umweltfreundlich.

Die Baubereiche für den neuen Hauptbahnhof

Zeichenerklärung

Baubereich Ost  oberirdische Straßenbahntrasse, Rampe und Tunnel Ost
Baubereich Mitte  Bahnhof und unterirdische barrierefreie Straßenbahnhaltestelle, »Portal West«
Baubereich West  Beginn der oberirdischen Straßenbahntrasse

Ebene -2 » Tramhaltestelle

projekt augsburg city
Tunnelausgang am »Portal West«

Wendeschleife

Über die Wendeschleife wird die Linie 4 zurückfahren. Wendeschleifen sind im Netz auch notwendig, um flexibel auf Störungen reagieren zu können.

Der Lichthof

Vom Lichthof Richtung Westen erreichen Fußgänger und Straßenbahn das »Portal West« am Sebastian-Buchegger-Platz auf gleichem Niveau ohne Höhenunterschied.

Aufzüge

Vier Aufzüge verbinden die Straßenbahnhaltestelle direkt mit dem Bahnhofsgebäude bzw. mit dem Bahnsteig F (Gleise 10 und 11).

Zu den Gleisen

zu den Gleisen


Vorausgedacht

Vorbereitung eines Abzweiges bei einer Erweiterung des Straßenbahnnetzes

Tunnelrampe

In der Halderstraße fährt die Straßenbahn über eine Rampe in den Tunnel weiter zur unterirdischen Tramhaltestelle.

Bahnhofstraße

Halderstraße

Ebene -1 » Die Verteilerebene

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Aufgang ins Bahnhofsgebäude

Aufzüge und Rolltreppen

Insgesamt 8 Aufzüge und 20 Rolltreppen ermöglichen ein barrierefreies und komfortables Umsteigen zwischen Straßenbahnhaltestelle, Verteiler­ebene und Bahnsteigen.

Der Lichthof

Ein Fußgängertunnel ermöglicht endlich auch den Zugang zum Hauptbahnhof vom Westen her aus dem Thelottviertel, dank »Portal West«.

Zu den Gleisen

Rolltreppen und Treppen bringen den Reisenden in Zukunft zusammen mit den Aufzügen schnell und bequem zum richtigen Zug.

Wichtige Fragen. Wichtige Antworten.

Das Portal West wird am Sebastian-Buchegger-Platz entstehen. Hierzu wurden entlang der Hangkante bereits 2013 die Bäume gefällt. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu finden Sie hier.

Wird es Ausgleichsmaßnahmen für die gefällten Bäume geben?

Nicht nur für die Bäume, auch für die Flächen. Für die ca. 65 entfernten Bäume werden insgesamt 107 neue gepflanzt. Teils direkt vor Ort, teils an der Stätzlinger Straße. Der Ausgleich der Grünflächen findet etwa im Verhältnis 1:1,5 an der Stadtgrenze zwischen Hochzoll Nord und Friedberg West statt.

Warum sind Baumfällungen im Herbst ökologisch am sinnvollsten?

Dies hat mehrere Gründe. Zum einen die Rücksicht auf die Fledermäuse. Zuerst werden nur drei Bäume mit Fledermaushöhlen gefällt. In den benachbarten Bäumen wurden bereits im Frühsommer Fledermauskästen angebracht. So haben die Tiere die Möglichkeit beim anstehenden Verlust ihrer Quartiere in Baumhöhlen auf Ersatzquartiere auszuweichen. Andererseits spielt auch der Vogelschutz eine große Rolle. Laut Gesetz dürfen die restlichen Baumfällungen erst ab 1. Oktober, also nach der Brutsaison, stattfinden.

Warum bleiben die Baumstümpfe vorerst stehen?

Das ist eine rein baubedingte Maßnahme. Das Wurzelwerk stabilisiert den Hang. Das ist wichtig für den Bauverkehr, insbesondere bei der geplanten Verlegung der Versorgungsleitungen für die Bahngebäude. Schrittweise im Zuge der für das »Portal West« erforderlichen Erdarbeiten werden die Baumstümpfe entfernt und die Sicherung der Böschung durch die in der Planfeststellung festgelegten Stützmauern (Gabionen) übernommen.

Fledermauskästen an der Rosenaustraße