»Kommt her und schaut – das ist das neue Augsburg.«

(Interview Monika Harrer-Jalsovec) Ulrich Mayer ist Inhaber von No 7 in der Steingasse und Vorsitzender des Innenstadtgewerbebeirates. Der Betriebswirt schätzt an Augsburg besonders, dass wir uns nie auf unserer Historie ausgeruht haben, sondern der Blick immer auch in die Zukunft gerichtet ist!

Herr Mayer, fehlt dieser Stadt die Vision?
Die politisch Verantwortlichen müssen eine Idee vom Augsburg der Zukunft haben, müssen zehn bis zwanzig Jahre voraus denken. Lange Zeit waren manche Dinge im Stadtrat reine egozentrische Machtspiele – egal, wie schlecht das für die Außenwirkung war. Der Münchner Stadtrat, so mein Eindruck, denkt da viel mehr gemeinschaftlich an das Wohl der Stadt. Auf kommunaler Ebene muss man kommunal denken. Parteipolitik gehört auf die Bundes- oder Landesebene. Mit dem »neuen Wind« im Rathaus ist hier eine neue Dynamik entstanden. Eine echte Vision kann nur entstehen, wenn Sie von allen Beteiligten unterstützt wird. Wir sind auf dem richtigen Weg!

Ist etwas von diesem Wandel bereits feststellbar?
Die Stimmung in der Bevölkerung wird immer besser. Es wird weniger kritisiert. Das merken wir schon seit etwa eineinhalb Jahren bei uns an der Ladentheke. Messbar ist zudem die Frequenz: Es sind spürbar mehr Leute in der Stadt. Der Rathausplatz ist beliebt. Nicht nur die Jungen kommen – es ist einfach ein schöner Ort in der Stadt. Wo viele Leute sind, da tut sich was, da ist positive Energie. Da ist der Wandel für alle messbar.

Wie also könnte man Leben in die Stadt bringen?
Augsburg liegt in den Pro-Kopf Statistiken, was Einkaufen angeht, zu weit hinten – wir müssen mehr Potenzial in die Stadt holen. Ziel ist es, als Innenstadt besser aufgestellt zu sein als die Einkaufszentren der »grünen Wiese«. Mit projekt augsburg city ziehen wir jetzt was Mobilität und Infrastruktur angeht gleich, bieten aber hochwertige Geschäfte plus das was Urbanität auch ausmacht: Kultur und Festivals. Durch die neu gestaltete Fußgängerzone wird dies für alle Besucher anschaulich erlebbar.

Was wäre denn Ihr »Next Step«?
Wir müssen die Einkaufs-Innenstadt besser vermarkten, diese Vermarktung aber auch in den Kontext für Augsburg in der kompletten Außenwirkung stellen. Für mich eine der wichtigsten Aufgaben des Innenstadt-Gewerbebeirats, wo sich Vertreter aller Branchen, der Stadtregierung und Stadtverwaltung seit mehr als einem Jahr zum regelmäßigen Austausch treffen. Mein Favorit als Augsburg-Slogan wäre »City of Peace«. Kein anderes Wort wirkt so positiv wie »Frieden«. Und »City of Peace« könnte ja als Stadt-Image weit mehr umfassen als den historischen Religionsfrieden: Eine gelungene Integration oder auch die Umweltstadt Augsburg mit Carbonfaser und Innovationspark – auch das ist »Peace«.

Wann beginnt für Sie diese Zukunft?
Für mich fängt die Zukunft mit dem fertigen Hauptbahnhof an. Allerspätestens wenn das moderne Schienen-Drehkreuz 2019 fertig gestellt ist, müssen wir die Stadt neu »booten«. Dann müssen wir laut und deutlich sagen: Kommt her und schaut – das ist das neue Augsburg. 

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